Die Lagarde Kaserne zählt zu den ehemalig militärisch genutzten Konversionsflächen der Stadt Bamberg und soll zu einem urbanen Stadtteilquartier entwickelt werden. Mit dem Anspruch einer zukunftsweisenden und nachhaltigen Planung wird auch die Mobilität neu gedacht und im Sinne beruhigter Wohnbereiche mit hoher Aufenthaltsqualität und alternativer Fortbewegungsmittel der Verkehr gebündelt und die Stellplatzflächen in Parkpaletten konzipiert.
Die Parkpalette 3 ist eines von fünf auf dem Lagarde-Campus entstehenden Mobility Hubs, die sich durch flexible Nutzungskonzepte und dem effizienten Wechsel von einem Fortbewegungsmittel zum nächsten auszeichnen. Die Fassadenbekleidung besteht aus gefalteten, perforierten Aluminiumelementen und horizontalen Glaslamellen mit vorgehängten Pflanzkästen für die Begrünung, die als gliedernde Elemente eingesetzt werden. Vorgelagerte Stahlnetze dienen als Rankhilfe. Die Bewässerung erfolgt über eine vollautomatische Anlage, die das gesammelte Regenwasser nutzt. Mit seiner begrünten Fassade fügt sich das Parkhaus in das nachhaltige Konzept des neuen Quartiers ein.
Das Gebäude wurde in Split-Level-Bauweise als Stahlbau mit Deckenplatten aus Stahlbetonfertigteilen erstellt. Die Stellplätze befinden sich zu beiden Seiten der Fahrgassen. Die Ebenen sind frei überspannt, so dass das Rangieren sowie das Begehen zwischen den Fahrzeugen nicht durch Stützen erschwert wird. Die obersten beiden Ebenen sind mit einem Trapezblechdach überdeckt, das extensiv begrünt und mit einer PV-Anlage ausgestattet ist.
Die funktionalen Abläufe werden optimal umgesetzt in Bezug auf Klarheit und Übersichtlichkeit der Wegeführungen sowie auf Farbgebung und Lichtführung in den Ebenen, um eine positive räumliche Gesamtatmosphäre zu schaffen. Das Resultat ist ein originäres Bauwerk, das seiner speziellen Funktion entspricht und sie offen kommuniziert. Auf diese Weise entsteht Identität von Gebäude und Ort.
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